Auf dem Haldigrat bietet sich die Möglichkeit zum Hängegleiten und auch zum Deltafliegen. Der Deltastartplatz befindet sich unmittelbar bei der Bergstation der Sesselbahn. Der Gleitschirmstartplatz ist in wenigen Minuten entlang des Grats Richtung Brisen zu erreichen. Mit Rücksicht auf Wildschutzregelung ist das Gebiet ab Startplatz Richtung Osten (Brisen) vor 11.00 Uhr nicht zu befliegen.

Wissenswertes für Hängegleiter- und Deltapiloten

Die ideale Windrichtung für dieses Fluggebiet ist Süd bis Südwest. Durch starke Thermikablösungen kann beim Startplatz jedoch kurzfristig Rückenwind einsetzen. Bläst die Biese, dann wird's am Deltastartplatz schwierig. Gleitschirmpiloten nutzen dann die Startmöglichkeiten gegen Norden, um die Thermik-Ablösungen im Gebiet der Brändlen (westliches Ende des Grats) zu nutzen. Bei starker Biese sind Turbulenzen und die Abwinde auf der Südseite zu stark, um kompromisslos über die Brändlen in die Südflanke zu fliegen. Alternativ-Startplatz bei Westwind: Startplatz Giri: 10 Minuten westlich vom Restaurant.

Tipp

Bei normalen guten Bedingungen sofort nach dem Start Richtung Gigi (rechts) fliegen. Je nach Thermik ist schon im Bereich des Giris, vor der Felskante einzudrehen, spätestens aber beim, noch besser über dem Gigi. Bereits mit einer Startplatzüberhöhung von 300 bis 400 Metern kann man auf Strecke gehen. Nach Westen quert man zuerst zum Gummen, um sich dann zu entscheiden, ob via Stanserhorn der Pilatus angepeilt wird, oder via Arvigrat über das Melchtal Richtung Brünig geflogen wird.Alle Piloten die den Klausenpass überfliegen möchten, tanken im Bereich des Brisen genug Höhe und fliegen dann auf der Krete nördlich des Isentals zum Oberbauenstock. Falls die Thermik genügend Höhe hergibt, überfliegt man den Urnersee Richtung Rophaien oder Eggberge. Richtung Süden stehen ab 14.00 Uhr an den steilen Hängen des Walegg erste brauchbare Bärte, um westlich der Walenstöcke weiter nach Engelberg zu fliegen.


Landemöglichkeiten

Deltalandeplatz:

Beim Schützenhaus zwischen Dallenwil und Wolfenschiessen nahe der Engelberger-Aa. Bei starkem Talwind kann er auch mal turbulent sein. Abbauplatz der Geräte ist längs der Engelberger-Aa unterhalb des Fusssteges.

Wolfenschiessen: Brändlen Landeplatz
Geissmattli: Büelen Landepaltz (Besichtigung ratsam)
Grafenort: beim Rest. Grafenort unterhalb der Kappelle

Gleitschirmlandeplätze:

Aus Sicherheitsgründen wurde der Landeplatz bei der Talstation Dallenwil-Niederrickenbach geschlossen! Ab sofort steht der Landeplatz in Wolfenschiessen (Schützenhaus) zur Verfügung. Da in der Landeplatz-Region die Parzellierung sehr komplex ist, muss das Landefeld eingehalten werden (rechte Hälfte vom Feldweg bis 20 Meter vor die Scheune). Nur so ist sichergestellt, dass auch in Zukunft diese Wiese benützt werden kann.

Bei Schiessbetrieb muss auf den Deltaplatz ausgewichen werden.

Gefahren

Das Engelbergertal ist vom Talboden bis auf ca. 1300 m ü M. mit vielen Transport- und Holzerseilen übersäht. Im Speziellen wird von einer Landung in der Gegend um Oberrickenbach abgeraten (3 km südlich vom Haldigrat gelegen). Auf Grund der starken Frühlingsthermik in den Monaten April bis Juni ist besonders bei Biesenlagen erhöhte Vorsicht geboten (Leethermik).